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Die Grünen in Rheinstetten

BILDUNG UND BETREUUNG

Betreuung von Kleinen und Größeren

Schon vor 15 Jahren stand im Grünen Wahlprogramm die Forderung nach der Erweiterung von Kinderbetreuungseinrichtungen, u.a. eine Kinderkrippe. Auf Anregung der Grünen Fraktion wurden Kindertagesstätte und Schülerhort im Kinderhaus Sonnenschein umgesetzt, Öffnungszeiten flexibilisiert und das Eingangsalter für die KiTa auf zwei Jahre herabgesetzt. Mit Grüner Unterstützung wurde das Hortangebot für Fünft- und Sechstklässler/innen erweitert und aufgestockt.

Aber es bleibt viel zu tun. Heute gilt es, ein angebotsorientiertes, durchgängiges, kommunales Bildungs- und Betreuungskonzept in Angriff zu nehmen, das den Bedürfnissen der Rheinstettener Kinder und Eltern mit möglichst wohnortnahen Einrichtungen gerecht wird.

Wie die jüngste Sozialstatistik ergab, liegt der Anteil an Alleinerziehenden bezogen auf alle Haushalte mit Kindern in Rheinstetten mit 28,7 % an zweithöchster Stelle im Landkreis. Daher sollten bei Maßnahmen zugunsten einer besseren Vereinbarkeit von Eltern-Sein und Beruf auch über Unterstützungsangebote für Alleinerziehende nachgedacht werden. Familienfreundliches Rheinstetten heißt für uns auch, möglichst flexible Öffnungszeiten in wohnortnahen Einrichtungen und Mittagstischangebote in den Ortsteilen anzubieten.

Die Kindergärten und Tagesstätten unserer Gemeinde sollen eine individuelle Förderung von Kindern unabhängig von sozialer Herkunft, Behinderung oder Migrationshintergrund ermöglichen. Dazu sind insbesondere ein angemessener Betreuungsschlüssel, Kreativ-, Spiel- und Sportangebote innen und im Freien, Rückzugsecken erforderlich. Das Angebot heilpädagogischer Gruppen, das Kindern mit besonderem Förderbedarf den gemeinsamen Besuch von Kindergärten ermöglicht, hat sich bewährt. Von diesem Miteinander profitieren alle Kinder. Das Angebot des Landesförderprogramms „Singen-Bewegen-Sprechen“ zur frühkindlichen Sprachförderung kommt Kindern mit und ohne Migrationshintergrund nachhaltig zugute. Entsprechende Angebote sollen beibehalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Der Waldkindergarten wurde mit Grüner Unterstützung endlich in den Kindergartenbedarfsplan aufgenommen und stellt zweifelsohne eine Bereicherung des Betreuungsangebots unserer Gemeinde dar.

Wir freuen uns, dass es bei uns endlich Kleinstkindbetreuung gibt – auch wenn wir diese lieber verzahnt mit bestehenden Einrichtungen und Trägern gesehen hätten. Wir begrüßen, dass die grün-rote Landespolitik die Zuschüsse an die Kommunen für den Ausbau der Kleinkindbetreuung mehr als verdoppelt hat, das Land 68% der Betriebskosten übernimmt.

Der inzwischen in die Albert-Schweitzer-Schule umgezogene Schülerhort hat sich bewährt. Als einziger Hort Rheinstettens sind seine Kapazitäten aber inzwischen erschöpft. Räumlichkeiten und Außenbereich sind weiter aufzuwerten, um altersgemäße Angebote zu ermöglichen. Außerdem ist zu prüfen, wie das Angebot flexibler gestaltet und bei Bedarf um Hausaufgabenbetreuung ergänzt werden kann. Im Zuge eines durchgängigen Betreuungsangebots sind ergänzend erweiterte Betreuungsmöglichkeiten mit Mittagstisch in Forchheim auszubauen. Um Eltern und Gemeinde eine zuverlässige Planung zu ermöglichen, muss eine kontinuierliche verbindliche Bedarfsanalyse erfolgen. Darüber hinaus setzen sich Bündnis90/Die Grünen für Ganztagesschulen ein.

Wir freuen uns, dass der Gemeinderat in den letzten Jahren flexibel auf zusätzlichen Betreuungsbedarf reagiert hat und werden uns dafür einsetzen, dass dies auch weiter so gehandhabt wird.

Auch Kleinstkind- und Hortbetreuung sollte für alle, die dies benötigen, erschwinglich sein. Dies mit der nun breiteren Trägerlandschaft auszuloten, wird die nächste Herausforderung. Die Gebühren sollten möglichst einkommensabhängig gestaffelt werden.